Cannabis Belüftung – Allgemeines für den optimalen Indoor Anbau

Weedness
2017-10-10 12:50:00 / Cannabis Belüftung / Kommentare 0
Cannabis Belüftung – Allgemeines für den optimalen Indoor Anbau - Cannabis Belüftung – Allgemeines für den optimalen Indoor Anbau

Im heutigen Tutorial werde ich über die aktive Cannabis Belüftung von Pflanzen sprechen. Diese ist unumgänglich, weil Pflanzen Lebewesen sind und genau wie Menschen auch atmen. Demnach brauchen sie ständig frische Luft, die regelmäßig umgewälzt wird. Pflanzen und Menschen leben in einer Art Symbiose, denn Pflanzen benötigen in erster Linie CO2(Kohlendioxid), um Photosynthese betreiben zu können.

Es wird zwar auch Sauerstoff benötigt, um Nährstoffe zu verarbeiten, allerdings in einer sehr geringen Menge. Pflanzen geben, aber mehr Sauerstoff ab, als sie selbst verbrauchen können. Menschen hingegen verbrauchen diesen Sauerstoff den die Pflanzen produzieren und stoßen das Abfallprodukt CO2 aus was wiederum die Pflanzen benötigen. Auch die Cannabis Luftfeuchtigkeit ist sehr wichtig in der Blüte und Wachstumsphase der Pflanze. An der Blattunterseite einer Pflanze befinden sich kleine porenartige Öffnungen(Stomata).

Damit atmen die Pflanzen und solange die ausreichend versorgt sind ist die Hälfte der Arbeit schon mal erledigt. Nachts wenn es dunkel ist, wird keine Photosynthese betrieben. Genau dann wird der Zucker, der durch die Photosynthese-arbeit gewonnen wurde in weiteres Wachstum umgesetzt. Für diesen Prozess wird also bei ausgeschaltetem Licht mehr Sauerstoff als tagsüber benötigt.

Cannabis Belüftung – Luftaustausch optimieren

Um den natürlichen Prozess der Pflanze zu unterstützen, sollte genau deswegen regelmäßiger Luftaustausch stattfinden. Das optimiert den Kohlendioxid Prozess aus dem die Pflanzen Zucker gewinnen. Dazu sollte man sich einen ausreichend großen Lüfter besorgen. Hierfür wird in den meisten Fällen ein Rohrlüfter verwendet, an dem vorher noch ein Aktivkohlefilter angeschlossen ist. Dadurch wird die Luft vom Großteil ihrer stinkenden Geruchspartikel gereinigt, bevor sie beim Lüfter ankommt.

Dabei wird der Filter auf den Lüfter montiert, wodurch die Luft durch den Filter gesogen wird. Danach wird sie auf der anderen Seite des Lüfters gefiltert wieder raus gepustet. Schneckenhauslüfter eignen sich, aufgrund ihrer hohen Leistung bei einer vergleichsweise geringen Geräuschkulisse am besten. Es empfiehlt sich den Rohrlüfter größer zu dimensionieren als nötig. Das bietet Leistungsreserven und man kann den LTI gegeben falls später runter dimmen.

Optimale Umwälzung der Luft

Stehende Luft führt in den meisten Fällen zu Schimmel und wenn sie dazu noch feucht ist ganz besonders. Wenn man, aber mit einem Ventilator oder PC Lüfter für etwas Umwälzung sorgt, ist die Wahrscheinlichkeit um einiges geringer. Schimmelsporen, die überall vorhanden sind können sich übrigens nicht so leicht auf Pflanzen niederlassen, dennoch sollten die Cannabis Pflanzen immer kontrolliert werden. Zusätzlich wird durch den Ventilator auch dafür gesorgt, dass die Pflanze mehr Cellulose produzieren muss.

Durch die ständige Bewegung genau wie in der Natur wird ein dickerer Hauptstamm gebildet. Das trägt zu einem festeren Stand bei und durch die Verwirbelung der Luft wird das vorhandene CO2 besser genutzt. Besonders beim Ventilator sollte man darauf achten, das er auf Schwenken eingestellt ist und nicht immer auf dieselbe Stelle pustet. Das erzeugt schon nach kurzer Zeit Windbrand bei den Cannabis Pflanzen.

Aktive Zuluft für den Indoor Anbau

Für eine ausreichende Zuluft reichen in der Regel einige mittelgroße Löcher im Schrank. Durch den Unterdruck im Growschrank wird automatisch neue Luft hereingezogen. PC Lüfter oder Toiletten Lüfter können natürlich auch zur zusätzlichen Zuluft verwendet werden.

Temperatur beim Cannabis Indoor Anbau

Die Temperatur auf der Anbaufläche wird maßgeblich durch die Lampen bestimmt. Wenn diese zu hoch ist werden folgende Parameter negativ beeinflusst.

  • Die Luftfeuchtigkeit sinkt, da warme Luft mehr Feuchtigkeit aufnimmt. Wenn es extrem heiß wird, können die Pflanzen schnell vertrocknen.
  • Die Pflanzen bei zu großer Hitze das Wachstum extrem einschränken
  • Die ätherischen Öle verdampfen und die Ernte kann nachher nach Heu schmecken

Deswegen sollte man den optimalen Temperaturbereich von 22 bis 26 Grad unbedingt einhalten. Ab 28 Grad fangen die ätherischen Öle an zu verdampfen. Sehr kritisch für das Wohlbefinden der Pflanzen wird es langsam ab 33 Grad. Nachts sollten die Temperaturen nicht unter 11 Grad fallen. Auch hier wird das Wachstum weitestgehend eingeschränkt und bei zu kalten Temperaturen gehen die Pflanzen ein.

Diese Temperaturen sind nur Richtlinien je nach Sorte kann die Pflanze etwas anders reagieren. Bei konstanten Hitzeproblemen empfiehlt sich, über die Anschaffung einer Cool-Tube oder zusätzlichen PC Lüftern nachzudenken. Zudem kann man die Beleuchtungsphase auf Nachts legen und den Standort der Box verlagern.

Luftfeuchtigkeit beim Cannabis Indoor Anbau

Neben der Temperatur ist wie erwähnt die Luftfeuchtigkeit ein wichtiger Faktor beim Indoor Cannabis Anbau. Die relative Luftfeuchtigkeit ist wichtige bezüglich der Geschwindigkeit des Stoffwechsels der Cannabis Pflanzen. Ist die Luftfeuchtigkeit besonders hoch, verdunsten die Pflanzen weniger Wasser durch die Blätter. Je trockener die Luft ist, desto mehr werden die Pflanzen an Wasser über die Blätter verdunsten.

Wenn die Luft, aber sehr trocken ist, werden die Pflanzen kein Wasser verdunsten, um nicht auszutrocknen. Im Wachstum liegt der optimale Wert bei etwa 40 bis 60 %. Hierbei fühlen sich die Pflanzen am wohlsten und können problemlos durch die Stomata atmen. In der Blüte ist es, aber besser die Luftfeuchtigkeit bei nur 30 bis 40% zu halten, da sich sonst leicht Schimmel in den Blütenständen bilden kann. Zudem sollte man auch eine möglichst konstante Luftfeuchtigkeit achten, weil sonst die Gieß Zeiten total aus dem Rhythmus kommen. Ist der Wert größtenteils konstant, ist der Stoffwechsel auch sehr konstant.

Cannabis Belüftung – Mehr Ertrag durch CO2 Anlage

Es gibt etliche Möglichkeiten, die Luft mit zusätzlichem CO2 anzureichern. Dadurch hat die Pflanze während der Photosynthese mehr Kohlendioxid zur Verfügung was im Umkehrschluss einen höheren Zucker Prozess bedeutet. Die Luft, die wir tag täglich einatmen hat etwa einen CO2-Gehalt von ca. 0.03 %.

Pflanzen kommen damit üblicherweise locker aus, aber man kann den Stoffwechsel stark antreiben, wenn man der Luft zusätzliches CO2 beimischt. Für eine deutliche Erhöhung des Wachstums reicht schon eine Erhöhung auf ungefähr 0.15 % CO2.

Aufgrund der verschiedenen Größen von Growboxen muss sich jeder seine eigenen Werte ausrechnen.

Beispiel:

Box 1m x 1m x 2m = 2m³

2m³ x 0.15 % = 0.3 / 100 = 0.003 m³ = 3 cm³

Für eine zusätzliche Begasung mit Ventil und Zeitschaltuhr ist diese Methode besonders geeignet. Wenn man den CO2-Gehalt erhöht, beschleunigt sich der Stoffwechsel der Pflanzen. Je nachdem wie viel man ihnen verabreicht steigt auch der Nährstoff bedarf.

Kerzen produzieren übrigens auch CO2, aber eine Box damit Vollzustellen, ist eher weniger empfehlenswert aufgrund der hohen Brandgefahr. Gerade wer mit CO2 hantiert sollte sehr vorsichtig sein, weil ab einem CO2-Gehalt von ungefähr 0.4 % in der Luft es gefährlich werden kann für Menschen. Bei diesem Wert kann es zu Ohnmacht kommen und im schlimmsten Fall zum tot.

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